Ich bin eine schlechte Mutter – ich bin eine gute Mutter… meine Mama-Ehrlichkeit

Ich bin eine schlechte Mutter – ich bin eine gute Mutter…

Meine Mama-Ehrlichkeit


Hier kommt MEINE – mit viel Mut gesprochene Ehrlichkeit:

Seit Jahren bin ich völlig unzufrieden & unglücklich über das Zusammenleben mit meiner Großen Tochter. Vor ca. 2,5 Jahren hatte ich eine 180-Grad-Drehung hinter, mir was die Haltung und „Erziehung“ betrifft. Vor ca. 4 Monaten konnte ich einige Lasten aus meiner Kindheit lösen*. Das war schmerzlich und befreiend zugleich.

Und dennoch stehe ich noch am Anfang…

a) Man stelle sich eine Mutter vor…

…die gemein, unfair, ungeduldig, desinteressiert, hysterisch, schreiend und erniedrigend ist und immer wieder völlig eskaliert. Nicht ab und an, sondern täglich!!

b) Man stelle sich eine Mutter vor…

…die liebevoll, geduldig, interessiert, sanft, fair und bis zum Himmel voller Liebe und Gutmütigkeit steckt. Nicht ab und an, sondern immer!!

a) + b) = BEIDES bin ICH. Beides schildert MEIN Verhalten!

a) Für meine Große Tochter bin ich die Mutter, die ausrastet und wenige Minuten später voller Mitgefühl, Liebe und Schuldgefühl ist.

b) Für das Sonnenkind bin ich die Mutter die bedingungslos liebevoll und geduldig ist, ganz egal was sie tut/wie es mir geht.

Gut & böse

Das alles bringt mich in unglaubliche Not. Ich fühl mich wie schwarz & weiß, wie gut & böse… alles zugleich in einer Person. “Ich bin eine schlechte Mutter – ich bin eine gute Mutter.”

Es ist wie ein Teufelskreis, denn ich kann aus alten Mustern nicht gänzlich aussteigen.

10 Jahre habe ich unsere Beziehung mit brachialen Erziehungsmethoden zerstört. Das hängt in uns drin, in ihr und in mir.

Haltung

Der Unterschied zu damals ist, dass ich eine neue Haltung habe. Dass ich weiß, dass das Bullshit ist was ich da tue. Ich weiß, dass ICH in Not bin.

Ich weiß, dass ICH mich um MICH kümmern muss.

Dass ich mittlerweile mit meiner großen Tochter ins Gespräch gehen kann, ihr erklären kann was bei mir gerade los ist. Ich ihr immer wieder und immer öfter liebevoll(er) begegnen kann.

Es hat sich bei uns schon so viel geändert.

Kraftakt

Aber ich kann nicht komplett aussteigen aus diesem Karussell – so viele Jahre wurde es beschleunigt und massiv errichtet. Ich versuche zu entschleunigen und doch bleibt es ein schier unmöglicher Kraftakt. Ich bin ziemlich durch, so viel Verantwortung lastet auf mir.

Ich motze, schreie, eskaliere und der größte Punkt: ich mag mich selbst nicht mehr!

Ich ertrage mich nicht mehr! Mich mit diesem Verhalten. Es ist nervenaufreibend ständig am Limit zu sein. Völlig überreizt zu sein.

Ich wünsche mir so sehr, dass ich meine Haltung endlich richtig leben kann. Auch sie soll noch mehr diese liebevolle und gutmütige Mutter fühlen dürfen.

Verantwortung

Ich weiß, dass wir uns in einer Ausnahmesituation befinden.

Wir haben uns nicht für ein Abenteuer auf den Weg gemacht. Nein wir sind los um zu heilen und aufzuräumen.

Die Situation auf engem Raum, 24h zusammen sein, lässt mir keine Wahl als mich meinen Schatten zu stellen. Eine Endlosschleife, es wiederholt sich alles immer und immer wieder BIS ich mich um mich kümmere. Siehe auch: Eigenverantwortung – Du. Du. Die. Nicht ich. VIDEO

Das um mich kümmern ist derzeit schwer, da ich keine Zeit für mich habe. Tatsächlich macht es mir nichts aus für das Baby 100% da zu sein. Aber dann kommt da noch der Alltag und meine Große. Für sie benötigte ich mehr Energie als für das Baby.

Das fordert und lässt mein volles Fass überlaufen.

Ich muss runter kommen, zZ stehe ich unter Hochspannung. Gerade bin ich daran einen Ort zu finden, an dem wir für längere Zeit bleiben können. Damit einige Routinearbeiten wegfallen und ich für mich Zeit finde/in meine Mitte komme.

Runter fahren & langsamer leben.

Mich wieder selbst lieben

Denn nur wenn ich mich selbst liebe und mich als Mama mit all meinen Facetten annehme, kann ich auf meine Tochter zugehen.

Nur wenn ich mit mir im reinen bin, bin ich belastbar. Nur dann kann ich Schritt für Schritt weiter gehen.

Ehrlichkeit

Was ihr aus diesen Informationen jetzt macht, ist jedem selbst überlassen – das musste jetzt raus. Täglich erreichen mich Nachrichten, dass ich das alles so wundervoll und vorbildlich mache, dass wir wohl die glücklichsten Menschen wären. Aber das stimmt so nicht.

Ich will keine Scheinwelt bauen oder an einer Erwartungshaltung von außen/und meiner eigenen zerbrechen.

Ich will ehrlich sein. Ja, das ist sau unangenehm aber vielleicht hilft es mir den Druck zu nehmen.

Meine Mama-Ehrlichkeit.


Vielleicht hilft es dir zu sehen, dass du nicht alleine bist.💚




Nachtrag 10 Monate später:

Es ist viel Zeit vergangen seit ich diese Zeilen geschrieben habe. Viel Entwicklung hat stattgefunden. Beim lesen meiner Worte überkommt mich ein Schreck-Gefühl und ein großes Bedürfnis mich ganz liebevoll in den Arm zu nehmen. Vieles kann ich nun klarer sehen. Einiges sehe ich nun anders. Irgendwann möchte ich dazu nochmal einen Beitrag schreiben…

Fortsetzung folgt…



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Passend zum Thema “In mich rein fühlen… Was ist da? Was möchte gesehen werden? Was möchte gelöst werden?

Empfehle ich euch das Buch “Der Emotionscode”

Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen heilenden Weg kenne und möchte ihn mit dir teilen. Eine wundervolle “Selbsthilfemethode” die sich einfach integrieren lässt, tiefe Blockaden und feststeckende Themen findet und auflöst. Simpel anzuwenden – ohne viel Blablabla, egal ob zuhause oder unterwegs. Alles was du dafür brauchst ist das Buch und einen Magneten. Ja einen Magneten 🙂 einen einfachen Kühlschrankmagneten (ich nutze einen etwas größeren & stärkeren Magneten für die Magnettherapie*). Ich arbeite damit mit mir, der Füchsin und dem Sonnenkind und konnte schon so viele Blockaden aufspüren, auf dessen Ursache ich ganz alleine nicht gekommen wäre. Ein weiterer Schritt zur Eigenverantwortung – mich um mich und “meine” Emotionen kümmern. “Meine Emotionen” in Anführungszeichen, da man mit Hilfe des Emotionscodes auch Emotionen anderer aufspüren kann, die man übernommen hat bzw. für andere mitträgt. Weitere Infos findet ihr in den Rezensionen:

Buchempfehlung: “Das Kind in dir muss Heimat finden”:

Für mich eines der wichtigsten Bücher. Unsere Kindheit prägt uns – und unser inneres Kind möchte von uns geheilt und gesehen werden. Jeder Mensch sehnt sich danach, angenommen und geliebt zu werden. Im Idealfall entwickeln wir während unserer Kindheit das nötige Selbst- und Urvertrauen, das uns als Erwachsene durchs Leben trägt. Doch auch die erfahrenen Kränkungen prägen sich ein und bestimmen unbewusst unser gesamtes Beziehungsleben.

Arbeitsbuch “Das Kind in dir muss Heimat finden”:

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