Strafarbeit Schule – Störungen im Unterricht


Strafarbeit Schule

Störungen im Unterricht

Heute habe ich in unserem Block ein kleines Erinnerungsstück gefunden. Ein standardisierter Text für Ruhestörer in der Schule. Meine Tochter bekam ihn in ihrer Schulzeit mit nach Hause.

Auslöser war eine Debatte zwischen den Schülern. (Petzen(!?) war in der Klasse verboten)

Bitte schreibt mir eure Gedanken!

Was geht in euch vor wenn ihr diesen Text lest? Was denkt ihr darüber? Denkt ihr, er ist eine „Ausnahme“?

Originaltext Strafarbeit Schule:

Schreibe diesen Text fehlerfrei, sauber und ordentlich ab! Was du jetzt nicht schaffst musst du zuhause fertig machen. Den versäumten Unterrichtsstoff musst du ebenfalls nachholen. Liegt der Text 2 Tage später nicht in der verlangten Form vor (sauber, lesbar, richtig) werde ich deine Eltern benachrichtigen. Ich habe den Unterricht heute bereits mehrmals gestört. Auf die Ermahnungen meines Lehrers habe ich nicht gehört. Deshalb muss ich jetzt diesen Text abschreiben, damit ich meine Kameraden nicht weiter an der Arbeit hindern kann.Ständige Störungen sind rücksichtslos gegenüber den Schülern, weil diese dann durch mein Verhalten abgelenkt werden und deshalb schlechter lernen können. Ich bin dann schuld daran, wenn meine Mitschüler das, was gelernt werden soll, nicht mitbekommen. Für die aufmerksamen Schüler in meiner Klasse wird der Unterricht langweilig und unerträglich, da er ständig unterbrochen wird, wenn er mich ermahnen muss. Das ist etwa so, als ob ein Film im Fernsehen immer wieder unterbrochen wird. Auch meine Noten und die meiner Klassenkameraden leiden darunter, wenn ich durch meine Unruhe & mein Verhalten ständig gegen die Regeln verstoße. Wenn ich ehrlich bin, ist das ein sehr rücksichtsloses Verhalten, gegenüber meinen Klassenkameraden, von denen sich die meisten bemühen, ordentliche Leistungen zu erbringen. Ich glaube auch, dass ich mehr leisten kann, wenn ich bei der Sache bin und nicht meine Zeit in Blödsinn verschwende. Leider fällt es mir manchmal sehr schwer, mich zu konzentrieren. Ich nehme mir für die nächste Zeit vor, dem Unterricht aufmerksamer zu folgen und nicht mehr durch unnötiges Reden, Blödeln oder Herumlaufen zu stören. Besonders werde ich mich zusammen nehmen, wenn etwas erklärt wird.Wenn sich mein Verhalten nicht bessert, werden meine Eltern zunächst telefonisch verständigt. Sollte das nichts nützen, werden sie eine schriftliche Mitteilung bekommen. Diese wird dann in meinen Schülerbogen geheftet, der mich während meiner ganzen Schulzeit begleitet. Diesen Text lege ich zuhause meinen Eltern vor, damit sie mit mir über mein Verhalten im Unterricht sprechen können. Vater oder Mutter bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass sie den Text gelesen und mit mir besprochen haben. So jetzt hoffe ich, dass ich diesen Text nie mehr abschreiben muss.



Bei Zeit möchte ich noch ein paar Zeilen – meine Gedanken und Gefühle – zu der Strafarbeit schreiben.



Bis dahin findest du hier unser Interview zu unserem schulfreien Freilerner-Leben:

“Interview: Schulfrei leben – Freilernen – Auswandern aus der Sicht (m)eines Kindes.“


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